Südlich des Siloah-Areals in Gümligen vereint der Neubau für die International School of Berne alle Altersgruppen der Schule – von der Spielgruppe bis hin zur Matura - unter einem Dach. Eine Doppelturnhalle mit angrenzendem Fussballfeld sowie differenziert gestaltete Aussenräume ergänzen das Angebot der Schule am neuen Ort.

Das Konzept, alle Räume auf einer einzigen Ebene anzuordnen, erwuchs aus klaren Vorgaben an organisatorischen, pädagogischen, ökonomischen und erhöhten sicherheitstechnischen Aspekten. So können die rund 400 Schüler und Schülerinnen notfalls aus jedem Schulzimmer direkt ins Freie gelangen.

Das Schulgebäude ist rund 50m breit und 140m lang. Eine kurze Bauzeit und ökologische Aspekte sprachen für eine Hybridbauweise mit vorfabrizierten Holz- und Betonelementen. Diese Elemente wurden auf einen durchgehenden Betonsockel montiert, der gleichzeitig die beiden Gebäudeteile Turnhalle und Schulgebäude über einen grosszügigen Platz verbindet. Im Grundriss gliedert sich die Schule in zwei Hauptflügel, gemeinschaftlich genutzte Bereiche, wie die Aula oder die Mediathek sind dazwischen angeordnet; analog der grosszügige Innenhof.

Die Materialisierung ist bewusst zurückgenommen, wenige Elemente werden miteinander kombiniert: die durchgehende Bodenplatte in Beton tritt in den Gängen und den Gemeinschaftsflächen geschliffen und versiegelt zutage, in den Klassenzimmern - welche allesamt einen direkten Bezug zum durchgrünten Aussenraum haben - wurde roter Linoleum verlegt. Betonwände werden kontrastiert mit seifengelaugten 3-Schichtplatten aus Fichte. Auch die Fassade lebt vom Spiel der Kontraste: die dunkle, geölte sägerohe Horizontalschalung trifft im geschützten Bereich der Laubengänge wiederum auf die helle, seifengelaugte 3-Schichtplatte.

Auftrag Burckhardt+Partner AG: Generalplanung, Architektur, Ausführung