Die Psychiatrie Baselland liegt auf einer Anhöhe etwas ausserhalb des Ortskerns von Liestal. Das Areal der Psychiatrie ist sehr präsent im Orts- und Landschaftsbild, sowohl durch seine Weitläufigkeit als auch durch die Anordnung der einzelnen Baukörper in der Topographie. Der zu bearbeitende Bereich für die beiden Ersatzbauten - dem Zentrum für Alterspsychiatrie (ZAP) und dem Zentrum für Krisenintervention (ZKI) - befindet sich zwischen Waldrand und bestehendem Campus.

Der Neubau des ZAP ist ein rechteckiger, fünfgeschossiger Baukörper, in dem die ambulanten und stationären Angebote der Alterspsychiatrie und -psychotherapie untergebracht sind. Die beiden Abteilungen mit jeweils zwei Stationen können sowohl offen als auch geschlossen eingerichtet werden. Der Grundriss ist um zentrale Kerne organisiert, die Funktionen klar voneinander getrennt. Kurze Wege, viel Tageslicht in den Aufenthaltsbereichen und nach aussen ausgerichtete Patientenzimmer mit Blick ins Grüne zeichnen das kompakte Gebäude aus. Durch die geschickte Platzierung und Gestaltung der Therapiegärten werden Rückzugsorte geschaffen, die den Patienten vor Einblicken schützt und Privatsphäre erlaubt.

Das ZKI ist ein quadratischer Flachbau mit drei grosszügigen Innenhöfen. Das erdebene Geschoss dient der Erschliessung und Fahrzeugabstellung, darüber befinden sich die beiden auskragenden Klinikgeschosse. Auch hier sind die Patientenzimmer nach aussen gerichtet. Für akut erkrankte Patienten stehen auf zwei Stationen jeweils 24 Betten in 12 Einzel- und sechs Doppelzimmern zur Verfügung. Die nach Innen ausgerichteten, unterschiedlich gestalteten Gemeinschaftsbereiche vermitteln Geborgenheit und ermöglichen gleichzeitige Kontrolle. Die optional gewünschte Erweiterung des ZKI kann durch eine einfache Spiegelung des Gebäudes bei laufendem Betrieb erreicht werden.

Das gut einsehbare Dach des tiefer liegenden ZKI soll sich durch Begrünung gut in die Landschaft integrieren. Auf dem höher liegenden Dach des ZAP wird ein umlaufender  Kranz für die solare Energieproduktion genutzt. Die flach angeordneten Vakuumröhrenkollektoren und Photovoltaik-Module decken die Sammelleitungen der Steigzonen ab und schaffen gelichzeitig die geforderte räumliche Distanz zwischen Demenzgarten und Gebäudeaussenkante.

Der Minergie-P-Standard kann aufgrund geringer Wärmeverluste, der passiven solaren Gewinne, einer einfachen und höchst effizienten Gebäudetechnik und der solaren Energieproduktion mühelos erreicht werden.